Nordamerika-Pelikan-Nebel in H-Alpha

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christianhanke
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Nordamerika-Pelikan-Nebel in H-Alpha

Beitrag von christianhanke » 06.10.2017, 21:27

Hallo,

vor Jahren hatte ich mir für meine Canon 300D einen H-Alpha-Clip-Filter gekauft, ihn aber nie ernsthaft genutzt. Mit dem Kauf einer ASI ZWO 1600MMC-Kamera ist das Interesse daran wieder geweckt worden. Zum Test habe ich den Filter mangels einer geeigneten Filterschublade vor das Objektiv montiert und die Region um den Nordamerika- und den Pelikannebel fotografiert.

So ist mein erstes ernsthaftes H-Apha-Bild entstanden:

Montierung HEQ5 Skyscan Upgrade
Objektiv Zeiss Sonnar 135 mm 1:3.5 mit 12nm H-Alpha-Filter
Kamera ASI 1600 MMC T =-20°C
12 Aufnahmen a 900s
Bildbearbeitung: Fitswork und PS




Damit ist bei mir das Interesse an der Schmalbandfotografie geweckt, obwohl ich das Ganze mit einer universell einsetzbaren Farbkamera machen möchte. Wide-Field hat auch so seinen Reiz.

Gruß und CS

Christian

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Re: Nordamerika-Pelikan-Nebel in H-Alpha

Beitrag von Jedi2014 » 07.10.2017, 09:59

Hi Christian,

Schmalband hat definitiv seinen Reiz, besonders wenn man in lichtverschmutzten Gegenden wohnt. Ob du nun unbedingt mit einer Farbkamera Schmalband machen musst, sei dahingestellt. In jedem Fall sieht der Nordamerikanebel im Widefeild schön aus.
Viele Grüße
Jens
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Re: Nordamerika-Pelikan-Nebel in H-Alpha

Beitrag von Stefan_Lilge » 09.10.2017, 20:48

Hallo Christian,

ich denke mit Halpha und der neuen Kamera wirst du noch eine Menge Freude haben.
Hier sieht die Sternabbildung noch etwas verbesserungswürdig aus (Nachführung oder Objektiv?) und im Hintergrund sind teilweise "Driftmuster" zu sehen, die an wandernde warme Pixel erinnern. Hast du passende Darks abgezogen? Wenn ja würde vermutlich Dithern helfen, dann auch gerne kürzere und dafür mehr Einzelbelichtungen.
Viele Grüße
Stefan

christianhanke
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Re: Nordamerika-Pelikan-Nebel in H-Alpha

Beitrag von christianhanke » 10.10.2017, 18:13

Hallo,

erst einmal vielen Dank für die Kommentare. Die Farbkamera hatte ich mir gekauft, weil bei meinen eingeschränkten Sichtverhältnissen lange Sitzungen für LRGB oder Schmalband kaum möglich sind. Auch muss ich immer neu aufbauen, sodass das Verteilen auf mehrere Nächte sicher nicht so einfach ist. Es hat mich halt gereizt, mal das vorhandene Equipment auszuprobieren. An die Möglichkeiten einer SW-Kamera komme ich da natürlich nicht heran.

@Stefan: Die "wandernden" Muster habe ich auch schon entdeckt. Die Einnordung ohne Sicht auf Polaris war grottenschlecht, was die Bildfeldrotation deutlich zeigt, wenn die Bilder ohne Verschiebung bzw. Rotation gestackt werden. Ich habe zwar ein Masterdarkabzug pro Bild gemacht, aber anscheinend sind bei der Erstellung andere Hotpixel entstanden als bei den H-Alpha-Aufnahmen. Die Chiptemperatur und die anderen Einstellungen waren jedenfalls nominell die gleichen.
Die Kamera macht schon viel Spaß, da sie doch aufgrund der vielseitigen Einstellmöglichkeiten und der Empfindlichkeit gegenüber der Canon ein riesiger Fortschritt ist.

Von Deinen Bildern aus der Großstadt heraus bin ich immer beeindruckt. Ich kämpfe hier mit einem ähnlich verschmutzten Himmel.

Insgesamt betrachtet ist das Hobby ein stetiger Lernprozess, daher bin ich für jede Kritik und Empfehlung dankbar.

Gruß und CS

Christian

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